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Samstag, 23. März 2013

Lange Lesenacht 01/2013

Heute ist es soweit: Um 21.00 Uhr beginnt die "Lange Lesenacht" und ich mach mit. Es wird meine Premiere, denn mit gemeinsamen Lesen habe ich bisher noch keine Erfahrung gesammelt.
Die Aktion wurde von Anka* ins Leben gerufen, die sich damit wirklich sehr viel Mühe und Arbeit gibt. Zu jeder vollen Stunde stellt sie den Teilnehmern eine Frage oder eine Aufgabe, die man beantworten bzw. erfüllen soll. Ich werde dazu den Blog und Twitter nutzen, Ihr könnt also "live" dabei sein.

Was werde ich lesen?
- WUNDER von R.J. Palacio
   Printausgabe, Carl Hanser Verlag, 28.01.2013,  9783446241756, 384 Seiten

Ab 21.00 Uhr geht's los. Ich blogge dann hier über mein Leseerlebnis und beantworte die Fragen, die gestellt werden.



20.00 bis 21.00 Uhr
Mein Leseplatz ist bereit, die letzten Vorbereitungen getroffen. Es ist schwer zu warten, um mit dem Lesen beginnen zu dürfen. Aber ich will mich heute wirklich an die Vorgaben halten und erst um 21 Uhr mit dem Lesen beginnen. Es soll ja eine Nacht der "Erfahrung" werden, und deswegen schummle ich auch nicht und warte brav, bis der Countdown fällt.
Meinen Leseplatz kann ich euch schon zeigen, der wartet nur noch auf den Startschuss:
Wer von euch macht eigentlich bei Ankas langer Lesenacht mit? Was lest ihr heute Abend?

Ich melde mich dann nach 22 Uhr mit einem ersten Update. Bis zum Startschuss hab ich ja noch eine Stunde, die ich jetzt irgendwie totschlagen muss. Könnte das Buchregal abstauben? Oder ... naja, irgendwie werde ich die Zeit schon rumkriegen.

Aufgabe 1: Der Startschuss ist mittlerweile gefallen und Anka hat bereits die erste Aufgabe gestellt. Sie lautet:
Wer bist du und was liest du? Stell dich kurz vor und zeige uns, welches Buch dich durch die Lesenacht begleiten wird.
Ich heiße Iris und bin eine typische Querbeetleserin. Das heißt, ich lese so ziemlich in allen Genres und liebe die Abwechslung beim Lesen. Heute lese ich ein Buch, auf das ich durch zahlreiche positive Meinungen gestoßen bin. Und zwar lese ich "Wunder" von Raquel J. Palacio. Darin geht es um einen Jungen, der es nicht einfach hat, weil er anders aussieht als normal. Es soll sehr emotional sein, deswegen bin ich schon total neugierig auf das Buch.
Später aber mehr davon. Jetzt fange ich zu lesen an (21.09 Uhr)

21.00 bis 22.00 Uhr
Die erste Stunde ist um. Im Moment bin ich bei Seite 68 angelangt, hab also nicht unbedingt schnell gelesen. Ab hier möchte ich auch eine Warnung anbringen, weil ich ein bisschen was vom Gelesenen erzähle und der Text somit Spoiler enthalten wird.

Der Anfang von "Wunder" zieht einen schnell rein. August, der von seiner Familie und seinen Freunden nur kurz "Auggie" genannt wird, ist wie gesagt im Gesicht entstellt. Dazu liest man auf 10 (Zitat aus dem Buch):
Ich heiße übrigens August. Ich werde nicht beschreiben, wie ich aussehe. Was immer ihr euch vorstellt - es ist schlimmer.
Da ich selbst Mutter bin, hab ich sofort Mitleid mit dem Jungen und auch mit der Familie. Wir wissen ja, wie wichtig das Aussehen in unserer heutigen Gesellschaft ist, und wie wichtig es ist, "normal" zu sein. Und wenn man eben nicht "normal" ist, wird man schnell ausgegrenzt. Und August geht es nicht anders: Er soll in die Schule gehen. Bisher wurde er von seiner Mutter zu Hause unterrichtet und hatte genau drei Freunde, die ihn manchmal besuchten.
Und dann kommt er in die Schule. Man kann sich vorstellen, wie schwierig diese Situation für ihn ist. Er sieht anders aus, er war noch nie in der Schule, geht nicht gerne zu fremden Kindern.
Ja, die Situation ist wirklich bedrückend. Und die Sprache gefällt mir (den Stil sieht man schon oben im Zitat).

Bin gespannt wie es weitergeht.

Aufgabe 2: Die zweite Aufgabe von Anka ist auch schon online, die will ich auch gleich beantworten, dann wird weitergelesen:
Sooo, nun hast du bereits 1 Stunde mit deinem Lesenacht-Buch verbracht. Welche Gemeinsamkeiten hast du denn mit deiner Protagonistin bzw. mit deinem Protagonist?
Ich habe tatsächlich etwas mit August gemeinsam: Auch ich fühle mich nicht wohl unter fremden Leuten. Ich werde nervös, vielleicht ist es sogar Angst. Und deswegen kann ich mich einfühlen, wie es ist für August ist, in eine fremde Klasse zu gehen und sich dort vorstellen zu müssen. Alleine bei dem Gedanken daran, werden meine Hände nass.

Jetzt geht es aber weiter...

22.00 bis 23.00 Uhr
Ups, die Zeit vergeht. Schon ist wieder eine Stunde um und ich lese heute wirklich langsam. Im Moment bin ich bei Seite 119 angelangt und jetzt kommt die Perspektive von August's Schwester. Natürlich kann ich mir vorstellen, dass es schwierig ist, die Schwester eines entstellten Bruders zu sein. Wie gesagt, unsere Gesellschaft...

Aufgabe 3: Anka hat uns auch schon die dritte Aufgabe für die heutige Lesenacht gestellt, diese lautet:
Nenne den 1. Satz auf deiner aktuellen Seite.
"Ich hab gehört, wir fahren dich heute nach Hause."
Der Satz ist ganz unspektakulär und liest sich, wenn er so alleine steht, ziemlich langweilig. Aber die Geschichte ist alles andere als langweilig und gefällt mir noch immer bestens.

Und jetzt geht's weiter mit "Wunder". Bis später!

23.00 bis 24.00 Uhr
Die Geisterstunde hat begonnen. Das Wetter draußen passt auch herrlich dazu, denn es fegt ein eisiger Wind, der ständig an den Jalousien rüttelt.
So langsam merke ich aber, dass ich müde werde. Ich bin halt kein Nachtleser, aber noch will ich nicht aufgeben. Mein persönlicher Vorsatz war, bis 1.00 Uhr durchzuhalten. Und das will ich unbedingt schaffen.
Im Buch sind jetzt zwei weitere Perspektiven dazugekommen und noch immer gefällt es mir. Ich merke aber auch, dass ich über das Gelesene noch weiter nachdenken muss und will, weil es wirklich ein Thema ist, über das man einmal nachdenken muss.
Die Themenfrage lautet: Wie würde ich reagieren, wenn ich auf einen "entstellten August" treffen würde?
Aber im Moment darf ich noch unbeschwert weiterlesen und erst einmal Ankas 4. Aufgabe beantworten.

Aufgabe 4:
Wo verbringst du die Lesenacht? Auf dem Chefsessel vorm PC? Eingekuschelt im Bett? Zusammengerollt auf der Couch? In der Badewanne?
Ich sitze noch immer auf der Couch, die ihr oben im Bild seht. Allerdings rutsche ich langsam tiefer, also so Richtung liegende Position. Und bis zumindest 01.00 Uhr will ich die Couch auch nicht verlassen.

Bis dann.

00.00 bis 01.00 Uhr
Ja, ich bin noch da. Allerdings wird jetzt gekämpft. Nicht im Buch, sondern auf der Couch, da mein Körper langsam nach Schlaf schreit. Bis 01.00 Uhr wollte ich durchhalten und eigentlich könnte ich jetzt das Buch zu klappen und morgen - äh, heute - weiterlesen. Aber noch sind viele Mitleser munter und so macht es Spaß, noch etwas dranzubleiben.

Bei der Geschichte sind weitere Perspektiven dazugekommen und das macht das Buch interessanter. Die unterschiedlichen Perspektiven zeigen einfach, wie Menschen auf andere Menschen reagieren, die nicht "normal" aussehen - sie reagieren eben unterschiedlich.

Aufgabe 5:
Wie schaut's aus mit einem kleinen Zwischenstand? Wie viele Seiten hast du während der Lesenacht gelesen?
Ich bin auf Seite 232 und weiß, ich lese normalerweise schneller. Aber es ist schon spät und manchmal muss ich Zeilen mittlerweile zweimal lesen. So langsam schwindet halt die Konzentration. Eine halbe Stunde will ich aber noch durchhalten.

01.00 bis 01.30 Uhr
Jetzt komme ich nur noch gähnend langsam voran. Ich hab gerade mal 6 Seiten in einer knappen halben Stunde geschafft. Für mich heißt das, Zeit aufzuhören. Und daher lege ich jetzt das Buch weg und gehe schlafen.
Schön war's. Und auch an dieser Stelle möchte ich mich bei Anka bedanken, die sich wirklich eine Menge Arbeit gemacht (unten ist der Link zu ihrem Blogpost zur Lesenacht) und uns eine wunderschöne Lesenacht geschenkt hat. Danke!

FAZIT:
Jetzt ist Sonntag, ich bin ausgeschlafen und blicke kurz zurück. Für mich war es ja die erste Lesenacht, an der ich aktiv teilgenommen habe. Es machte wirklich Spaß gemeinsam zu lesen und die anderen Leser über Twitter zu verfolgen. Das Lesen ihrer Blogbeiträge muss ich allerdings heute nachholen, denn dazu bin ich in der Nacht gar nicht gekommen.
Fürs nächste Mal muss ich mir auch eine andere Strategie überlegen. Entweder ich werde mich ausschließlich auf Twitter konzentrieren und nur einen Fazit am Sonntag zur Lesenacht schreiben, oder ich muss die Blogeinträge kürzen. Gestern habe ich gesehen, wie viel Zeit ich nicht zum Lesen verwendet habe, sondern zum Lesen der Twitternachrichten und Schreiben der Blogupdates gebraucht habe- und diese Zeit fehlte dann ja beim eigentlichen Lesen. Deswegen habe ich für die nächste Lesenacht vorgemerkt, dass ich hier etwas ändern muss.
Auf alle Fälle hat es Spaß gemacht und ich werde mit Sicherheit wieder einmal an einer Lesenacht teilnehmen.

So, und jetzt wartet noch das Buch darauf, fertiggelesen zu werden. Wünsch euch einen schönen Sonntag!


* Die Lesenacht wird durchgeführt von Anka, ankas-geblubber.blogspot.co.at. Hier geht's zum Artikel "5. Lange Lesenacht - Sei dabei".
DANKE an Anka, die sich so viel Arbeit mit dieser interessanten Aktion macht!

Kommentare:

  1. Huhu :)
    Einen schönen Blog hast du . Sehr ausführlich und hilfreich..
    da möchte man die Bücher sofort kaufen , nach dem man deine Rezis gelesen hat *-* Danke ! Bin gleich mal deine Leserin geworden.Würde mich freuen wenn du mal bei mir vorbei schauen würdest =)

    Alles Liebe
    Jenny<3

    http://jemasija8.blogspot.de/

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  2. Hallo Jenny,

    vielen lieben Dank für das positive Feedback! Das freut mich natürlich RIESIG! Natürlich komme ich gleich mal besuchen und bin schon gespannt, was mich in deinem Blog erwartet.

    Liebe Grüße, Iris

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  3. Hallöchen,

    schöne Leseecke hast du da ^^
    Ich mach heute auch mal mit, mein erstes Mal .... also dann viel Spaß ;)

    LG Romy

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  4. Hallo Romy,
    vielen Dank für deinen Besuch! Bin gerade mitten in der Lesenacht und finde es ganz interessant.
    Ganz liebe Grüße, Iris

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  5. Ich habe auch wesentlich mehr Zeit auf dem Blog, bei Twitter und Facebook verbracht als mit meinem Buch... Das nächste mal werde ich wohl das Handy in die Ecke verbannen und die Blogeinträge müssen auch kürzer werden.

    Lg Jenna

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    1. Hallo Jenna,
      schön, dich hier zu lesen, vielen Dank für deinen Kommentar!

      Ja, Twitter und Co. lenken wirklich ab. Noch hab ich keine Lösung dafür gefunden, weil man ja schon ein wenig mitbekommen möchte, wie weit die anderen sind.

      Aber interessant war es! Ganz liebe Grüße, Iris

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