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Freitag, 31. Mai 2013

Leserückblick: Mai 2013

Gelesene Bücher: 18 (davon 9 Ebooks)

Buch des Monats: "Gone 1 - Verloren" von Michael Grant
Eine Dystopie? Eine Dystopie???
Ja, tatsächlich hat es eine Dystopie geschafft, mein Buch des Monats zu werden. Ich muss ja zugeben, Dystopien haben es schwer zum Buch des Monats gekürt zu werden. Aber im Lesemonat Mai hatte ich zwei Dystopien, denen ich 5 Lesebrillen vergeben habe und die mich absolut begeistert haben. Von daher MUSSTE ich eine Dystopie küren. Gone 1 ist für meinen Geschmack ein Paradebeispiel einer gut geschriebenen Dystopie und ich war wirklich total überrascht, weil hier nicht nur die Handlung spannend geschrieben ist, sondern auch die Figuren interessant agieren. Absolut top! Lesen!

Flop des Monats: "Moorseelen" von Heike Eva Schmidt
Dieses Buch hat mich wirklich enttäuscht. Anstatt einen spannenden Jugendthriller zu lesen, musste ich mich erst einmal durch unzählige Seiten quälen, die mir das Leben in einer Kommune veranschaulichen sollen. Viel zu spät wurde es zwar doch noch spannend und thrillermäßig, aber da hatte ich schon längst eine innere Mauer hochgezogen und mir unzählige Male überlegt, ob ich das Buch abbrechen soll.
Unter einem Jugendthriller verstehe ich einfach etwas anderes und auf alle Fälle erwarte ich einen spannenden Einstieg. Der Anfang war zwar nicht so schlecht, aber der Durchhänger darauf hielt einfach viel zu lange an. Schade, schade, schade.

5 Lesebrillen

Gone 1 - Verloren | Michael Grant
Wow, was für eine Dystopie! Erschreckend, beängstigend, atemlos spannend! Vermutlich ist das bisher die beste Dystopie, die ich gelesen habe. Trotz der actionreichen Handlung kommen die Charaktere nicht zu kurz. Denn sie sind so vielfältig wie im wahren Leben auch. Normalerweise wird ja entweder auf die Handlung oder die Figuren der Schwerpunkt gelegt. Hier aber bekommt der Leser wirklich alles. Und so ist diese Dystopie für Fans dieses Genres ein Must-Read!
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Starters | Lissa Price
Noch eine Dystopie, die dieses Monat von mir die Höchstwertung ergattert. Starters enthält eine erschreckend glaubwürdige Zukunftsvision: Die Body Bank vermietet junge Körper an alte Leute.  Da geht es um Geld, um Betrug, um Ausnutzung, um Täuschung ... all das ist so glaubwürdig, dass es wirklich erschreckend ist. Und solche Dystopien liebe ich. Kein Wunder dass Starters 5 Lesebrillen erhält.
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4 Lesebrillen


Enders | Lissa Price
Der zweite und somit letzte Teil der Dilogie liest sich ebenfalls so spannend wie Starters. Obwohl die Body Bank zerstört ist, ist Old Man noch immer auf freien Fuß und gibt nicht auf, in Callies Kopf aufzutauchen. Nur die Auflösung fand ich etwas übertrieben- da wäre vielleicht weniger mehr gewesen. Trotzdem gehört Starters - Enders zu den Must-Reads!
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Taken - Das Laicos-Projekt 1 | Erin Bowman
Ganz, ganz knapp ist diese Dystopie an den 5 Lesebrillen vorbeigeschrammt. Auf alle Fälle ist es ein absoluter Lesegenuss, denn diese Dystopie hat alles, was eine solche braucht: Bedrohliches Setting, sympathische Figuren, abenteuerliche, actionreiche Handlung und düstere Zukunftsaussichten. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung, denn schon der erste Band hat mich überzeugt!
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Spiegelkind | Alina Bronsky
"Spiegelkind" ist der Auftakt der Spiegel-Trilogie und wirklich toll zu lesen. Die Dystopie hat einige fantastische Elemente, die für Leselust sorgen. Denn es gibt Juli, die in einer scheinbar realen dystopischen Welt lebt, ebenso wie die Welt der Pheen, die aus dem Bereich Fantasy kommt. Und auch der Schreibstil ist Lesegenuss pur. Dieser Jugendroman hat mir wirklich sehr gut gefallen.
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Wie der Vater, so der Tod | Tracy Bilen
Dieser Jugendthriller ist nicht nur lesenswert, sondern auch emotional spannend. Fast auf allen Seiten ist das Gefühl von Bedrohung und Stress präsent, so dass man die Geschichte durchlebt. Und das finde ich toll, weil man ein Buch, das man mit Gefühl lesen kann, nicht mehr aus der Hand legen kann. Überhaupt muss ich sagen: IVI entwickelt sich langsam zu meinem Lieblingsverlag, denn nicht nur die Geschichten sind toll, sondern auch die Buchcover können sich sehen lassen.
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Liebe unter Fischen | René Freund
Der Verlag wirbt für dieses Buch damit, dass besonders Fans von Glattauers "Gut gegen Nordwind" mit "Liebe unter Fischen" eine Freude haben werden. Ich muss zugeben, diese Aussage hielt mich lange Zeit vor dem Buchkauf zurück. Ich bin begeisterter Glattauer-Leser und dachte mir: Du kannst nur enttäuscht werden. Doch dann wurde ich ... überrascht. Denn der Schreibstil lässt sich durchaus mit dem von Glattauer vergleichen. Er ist spritzig und humorvoll und man findet im Text viele tolle Passagen, die man gerne immer wieder lesen würde. "Liebe unter Fischen" ist auf jeden Fall eine Leseempfehlung!
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Das Flüstern der Albträume | Mary Burton
Ich mag eine collagenartige Erzählweise, Geheimnisse, Rätsel. Wenn dann noch Spannung dazu kommt, führt das zu einem thrillermäßigen Lesevergnügen. Und dieses Buch hat all das, denn es gibt falsche Beschuldigungen, eine Vergangenheit, die einen immer wieder einholt, Rätselraten, einen kaltblütigen Täter und natürlich die collagenartige Erzählweise. Finde ich absolut gelungen!
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3 Lesebrillen

Danach | Koethi Zan
Gerade die Thriller enttäuschen mich in letzter Zeit. Auch "Danach" empfand ich nur als durchschnittliches Lesevergnügen, obwohl die Grundidee wirklich gut ist und absolut viel Spannung verspricht. In diesem Thriller beginnt für die Hauptfigur wieder die Hölle, nachdem ihr Peiniger nach zehn Jahren Haft entlassen wird. Doch leider waren einige Stellen zu wenig spannend und mir fehlte auch die emotionale Spannung, die ich mir bei so einer Hauptfigur erhofft hatte. Aber für zwischendurch ist das Buch zu empfehlen.
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Erloschen | Alex Kava
Toller Schreibstil, wechselnde Perspektiven, die für Spannung sorgen, doch inhaltlich halt eher durchschnittlich. Auch das halb-offene Ende störte mich ein wenig, denn ein Thriller sollte eigentlich schon abgeschlossen sein. Mal sehen, ob ich noch ein Buch der Autorin lesen werde, denn "Erloschen" ist immerhin schon der zehnte Band aus der Maggie O'Dell - Reihe.
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In stiller Wut | Christiane Fux
Ein Krimi mit humorvollen Schreibstil? Ungewöhnlich, aber unterhaltend zu lesen. Doch leider schreckte mich der allwissende Erzähler absolut ab. Denn der wurde so übertrieben angewandt, dass der mir die Leselust beinahe gestohlen hat. Ich will doch gar nicht wissen, was alle Figuren denken und fühlen. Viel spannender ist es doch, wenn man eben nicht alles weiß und raten muss. Deswegen reichte es nur für eine Durchschnittsbewertung.
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Bitterzart | Gabrielle Zevin
Dieses Buch lehrt mich wieder, meine aufgestellten Regeln zu achten. Denn normalerweise mache ich einen großen Bogen um Bücher, die von allen Seiten beworben werden. Und dieses Buch sah ich einfach überall. Werbung hier, Werbung da. Von daher waren auch meine Erwartungen höher als bei anderen Büchern - und natürlich konnten so große Erwartungen nicht erfüllt werden. Der Erzählstil hat mir gefallen, aber den Rest fand ich halt nur als "Durchschnitt". Für zwischendurch okay, aber ein Meisterwerk ist es nicht.
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Die Scanner | Robert M. Sonntag
Diese Dystopie hat eigentlich auch alles, was ich erwarte: Glaubhafte, düstere Zukunftsvision, die erschreckend ist. Zusätzlich noch eine frische, ganz besondere Erzählweise, die ich oft vergebens suche. Und trotzdem empfand ich es nur als ein Buch für zwischendurch. Vermutlich liegt es an der Charakterisierung, denn mit den Figuren konnte ich nicht so recht mitfühlen. Und ebenso fehlte mir die emotionale Spannung. Deswegen meine Empfehlung: Buch für zwischendurch!
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Spiegelriss | Alina Bronsky
"Spiegelriss" ist der zweite Band der Spiegel-Trilogie und leider nicht so gut wie der erste Band "Spiegelkind". Hier holpert die Geschichte am Anfang, man braucht lange, um sich wieder zurechtzufinden und so kommt erst in der zweiten Buchhälfte ein Lesevergnügen auf. Ich hoffe, der dritte Band wird wieder so gut wie der erste.
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Méto - Das Haus | Yves Grevet
Das Setting in dieser Dystopie ist wirklich erschreckend. Denn da gibt es ein Haus, in dem 64 Jungs gefangen gehalten werden und die einen kalten, brutalen, gefühllosen Alltag durchleben müssen. Es ist der Auftakt der Méto-Trilogie und dieses Buch wirft viele, viele Fragen auf, so dass ich sofort nach dem Lesen, die beiden Folgebände bestellt habe.
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Méto - Die Insel | Yves Grevet
Auch der zweiten Band der Méto-Trilogie wird gewohnt kalt und brutal erzählt. Jetzt ist Méto nicht mehr im Haus, aber doch Gefangener auf der Insel. Doch leider wird auch hier keine der Fragen beantwortet, die man schon seit dem ersten Band mit sich herumträgt, so dass sich eine gewisse Unzufriedenheit ausbreitet. Dafür gibt es einen gemeinen Cliffhanger beim zweiten Teil, so dass man sofort zum letzten Band greift.
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Méto - Die Welt | Yves Grevet
Tja, endlich bekommt man die Hintergrundinformationen, die man schon so lange sucht. Endlich werden die Fragen beantwortet, die bis hierhin entstanden sind. Und Überraschung: Die Antworten sind überzeugend und glaubhaft! Insgesamt ist die Trilogie lesenwert, allerdings ist die Erzählweise distanziert und passt sich somit dem kalten Setting der Geschichte an.
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2 Lesebrillen

Moorseelen | Heike Eva Schmidt
Gut, dass ich dieses Jugendbuch nur geliehen habe. Denn wenn ein Jugendthriller erst gegen Ende thrillermäßig wird, ist das für mich zu schwach. Am Anfang zieht es sich dahin, da lernt man das Leben in einer Kommune kennen und es dauert, bis die erste Leiche auftaucht. Und Leichen gehören halt mal zu einem Thriller. Aber immerhin hab ich es fertiggelesen, so dass es für 2 Lesebrillen gereicht hat.
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1 Lesebrille

- kein Buch -

Abgebrochene Bücher

Das Testament der Jessie Lamb | Jane Rogers
Nach etwa 50 Seiten habe ich vorerst das Buch beiseite gelegt. Diese Dystopie interessiert mich aufgrund des Themas, doch leider empfand ich den Anfang derart langweilig, dass ich mich wirklich fragte: Muss ich das unbedingt lesen?
Aber vielleicht gebe ich dem Buch irgendwann noch mal eine Chance. Von daher gibt's auch keine Bewertung für das Buch. Vorerst jedenfalls nicht.


Neuzugänge im April


  1. Böses Blut - Rhiannon Lassiter
  2. Dark Inside - Jeyn Roberts
  3. Das Testament der Jessie Lamb - Jane Rogers
  4. Die da kommen - Liz Jensen
  5. Enders - Lissa Price
  6. In stiller Wut - Christiane Fux
  7. Wild - Lena Klassen
  8. Die Lügengesellschaft - Lisa und Laura Roecker
  9. Méto, Die Insel - Yves Grevet
  10. Méto, Die Welt - Yves Grevet
  11. Liebe unter Fischen - René Freund
  12. Mr T., der Spatz und die Sorgen der Welt - Miriam Toews
  13. Link und Lerke - Bernd Schuchter
  14. Wir zwei allein - Matthias Nawrat
  15. Warte auf mich - Philipp Andersen, Miriam Bach
  16. Das weiße Grab - Lotte & Soren Hammer


SuB-Stand:

SuB alt: xx wurde aktualisiert
Gekaufte Bücher: 16 (14 Printausgaben, 2 Ebooks)
Gelesene Bücher: 18 (9 Printausgaben, 9 Ebooks)
SuB aktuell: 168 Bücher (56 Printausgaben, 112 Ebooks)

Wie man an der Anzahl der gelesenen Bücher sehen kann, war der Mai kalt und nass. Denn normalerweise lese ich in den warmen Monaten weniger als in den Wintermonaten, doch dieses Jahr ist es viel zu kalt für die Jahreszeit, so dass ich mich lieber aufs Lesesofa zurückziehe anstatt Wanderungen zu unternehmen.

Dann bin ich gespannt, was der Juni bringen wird! Wünsche euch einen schönen Lesemonat!


Kommentare:

  1. Hallo,
    ein schöner Monatsrückblick!!!!
    Auch bei mir hat es diesen Monat eine Dystopie als Monatshighlight geschafft :)
    Das Du von Danach so enttäuscht wurdest ist ja nicht toll - ich habe so viel Gutes darüber gelesen - eigentlich wollte ich den auch noch unbegingt haben - mal sehen.
    Liebe Grüße
    Anett.

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    1. Hallo Anett,
      meine Neugier war jetzt gleich mal groß und ich hab in deinen Monatsrückblick geguckt. "Ashes" hab ich noch nicht gelesen, aber bisher nur positives darüber gelesen. Von daher freue ich mich schon auf die Bücher!
      Deinen Monatsrückblick finde ich übrigens ebenfalls sehr interessant. Komme ab jetzt sicherlich öfter in deinem Blog vorbei;),
      vielen lieben Dank, liebe Grüße, Iris

      PS: Ich hab schon so viele Thriller in meinem Leben gelesen, dass ich wahrscheinlich gerade in diesem Genre nur schwer zufrieden zu stellen bin;). Und kleinlich bei der Bewertung;). Von daher: Lesen! Vielleicht gefällt es dir ja besser als mir?

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    2. Hallo Iris,
      das stimmt wohl! Mir ging es jetzt auch so mit einem Fantasy/Vampirroman. Alle fanden den super - genial und toll. Ich konnte das gar nicht nachempfinden - schon abgestumpft???
      Oder zuviel davon gelesen???
      Aber zum Glück sind die Geschmäcker ja auch verschieden.

      Und vielen dank auch für Deinen lieben Besuch bei mir! ich habe mich sehr gefreut!

      Liebe GRüße
      Anett

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  2. An Moorseelen hatte ich ursprünglich ganz hohe Erwartungen. ie schraub ich besser mal runter und schau erstmal in der Bib nach dem Buch :)

    Ich hab was für Dich im Gepäck, schau mal hier:
    http://angelheart76.blogspot.de/2013/05/award-one-lovely-blog.html

    LG und ein schönes Wochenende
    Andrea

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    1. Ehrlich gesagt, bin ich froh, dass ich "Moorseelen" auch nur ausgeliehen habe. "Schlehenherz" hab ich noch auf dem SuB liegen, allerdings hat mich "Moorseelen" derart enttäuscht, dass ich wohl das andere Buch noch länger dort liegen lassen werde;). Wirklich schade. Ich mag Jugendbücher einfach unheimlich gerne.

      Vielen lieben Dank für den Award. Besonders deine letzte Zeilen haben mich sprachlos gemacht. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll;). DANKE!

      Wünsch dir auch ein schönes Wochenende und liebe Grüße, Iris

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  3. Hallo,
    ein schöner Monatsrückblick :)
    "Starters" fand ich auch richtig gut, da freue ich mich auch schon auf "Enders", auch wenn das wohl bei mir noch einige Zeit warten muss.
    "Spiegelkind" liegt derzeit noch auf meinem SuB, mal schauen, wann ich dazu komme.
    "Taken" und "Die Scanner" liegen auch noch auf meiner Wunschliste.
    "Liebe unter Fischen" ist ein Buch, dass mich einerseits reizt, andererseits auch nicht. Aus dem Grund, den auch du angesprochen hast, aber mit anderem Hintergrund. Ich habe "Gut gegen Nordwind" ebenfalls schon gelesen und war nicht wirklich übermäßig begeistert. Es war gut, aber nichts, was mich wirkliche Freudensprünge vollführen ließ. Von daher bin ich mir noch nicht ganz sicher, ob ich dieses Buch lesen möchte.
    "Moorseelen" will ich eigentlich auch noch lesen, aber nachdem ich jetzt ein paar Rezensionen gelesen habe, die es nicht so gut fanden, bin ich mir da nicht mehr ganz sicher.
    LG,
    Sabrina

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    1. Hallo Sabrina,
      unsere Leseliste scheint sich ja sehr zu ähneln;). Wenn du "Gut gegen Nordwind" schon nicht so gut fandest, dann würde ich "Liebe unter Fischen" nicht unbedingt kaufen (vielleicht kannst du es ja leihen). Ich fand "Gut gegen Nordwind" besser als "Liebe unter Fischen", die beiden Bücher ähneln sich nämlich schon ein wenig.
      Viel Spaß noch mit Enders, Spiegelkind und vielleicht auch bald Taken! Danke für deinen Kommentar, eine schöne Woche wünsch ich dir, Iris

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